Big Points

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Ganz wichtige drei Punkte! Die Löwen Frankfurt gewannen am gestrigen Mittwochabend gegen die Eisbären Berlin mit 5:1 (0:0, 3:0, 2:1) – trotz des Heimsieges konnte man sich in der Tabelle nicht nach vorne schieben, was aber daran lag, dass die direkte Konkurrenz durchweg voll punktete. Umso wichtiger, dass man sich ebenfalls drei Zähler sicherte, um den Anschluss zu halten.

Verzichten musste Tom Rowe auf Dennis Lobach, Carter Proft und Kevin Bicker. Jussi Olkinuora nahm als überzähliger Kontingentspieler auf der Tribüne Platz, Cody Brenner startete zwischen den Pfosten.

Der erste Spielabschnitt gehörte den Gästen aus der Hauptstadt. In sämtlichen Statistiken lag Berlin deutlich vorne: Unter anderem bei den Torschüssen (4:11), bei den Bullys sogar noch deutlicher (4:19). In der wichtigsten Statistik stand trotzdem nach 20 Minuten auf beiden Seiten die Null. Bedanken konnte man sich auf Seiten der Löwen, die kein schlechtes Spiel machten, bei ihrem Schlussmann, der mehrere Großchancen der Eisbären vereitelte.

Mit einem Traumstart ging es für die Löwen ins zweite Drittel. Nach nicht mal einer Minute traf Julian Napravnik zur 1:0-Führung, die den Löwen noch mehr Rückenwind geben sollte. Der Gegner wurde früh unter Druck gesetzt, Fehler eiskalt ausgenutzt – so stand es durch weitere Treffer von Wilkie und Wirt nach knapp 29 Spielminuten 3:0 für das Team aus der Mainmetropole.

Einen Einbruch in den letzten 20 Minuten, wie beim Heimspiel gegen Augsburg, wollte man dieses Mal auf jeden Fall vermeiden. Lange hielt man den amtierenden deutschen Meister fern vom eigenen Gehäuse – als dann aber Chris Wilkie auf der Strafbank Platz nehmen musste, wurde der Druck der Eisbären mit einem Mann mehr auf dem Eis doch zu groß. Yannick Veilleux vollendete eine tolle Kombination der Gäste (52.). Tom Rowe nahm umgehend die Auszeit, um Ruhe in das Spiel des eigenen Teams zu bringen. Und das mit Erfolg: Man ließ sich durch den Gegentreffer dieses Mal nicht nervös machen, sondern suchte weiter den Weg nach vorne. Der Mut wurde belohnt, denn Linus Fröberg stellte den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her (55.). Für den Endstand sorgte Dominik Bokk knapp vier Minuten vor dem Ende – im Powerplay verwertete Bokk einen Abpraller zum 5:1.

  • Es was das vermutlich beste Spiel, dass Julian Napravnik im Trikot der Löwen jemals gemacht hat. Mit einem Tor, zwei Vorlagen und einer insgesamt starken Leistung am gestrigen Abend stach er heraus. Läuferisch und technisch wusste Napravnik ohnehin zu überzeugen, in den letzten Spielen kam jetzt noch ordentlich Scoringtouch hinzu. Die Nummer 75 der Löwen zeigt sich zum Ende der Hauptrunde in Bestform.
  • Ein starker Cody Brenner hielt seine Farben besonders in den ersten 20 Minuten im Spiel. Auf den Deutsch-Kanadier ist Verlass – bei seinen 15 Starts in dieser Saison gingen die Löwen elf Mal (!) als Sieger vom Eis. Dabei kassierte er im Schnitt 2,38 Gegentore und wehrte fast 92% aller Schussversuche ab.
  • Cameron Brace baute seine persönliche Scoring-Streak auf sechs Spiele aus. In diesem Zeitraum erzielte er sechs Tore und bereitete zwei weitere vor.
  • Auch Nathan Burns sollte man an dieser Stelle mal erwähnen. Die Hälfte seiner acht Scorerpunkte sammelte er in den letzten fünf Spielen – seit dem Auswärtssieg in Iserlohn gab er in jedem Spiel eine Vorlage, nur beim knappen Heimsieg gegen Augsburg blieb er punktlos.
  • Mit dem 5:1-Sieg sorgten die Löwen für die höchste Auswärtsniederlage der Eisbären in dieser DEL Saison. Generell kassierte der amtierende Meister nur drei Mal zuvor fünf oder mehr Gegentreffer in der laufenden Spielzeit (Augsburg, Ingolstadt und Iserlohn).

Nachdem der erste Finalist der Vorsaison mit einer der besten Saisonleistungen deutlich geschlagen wurde, gilt es morgen genau da weiterzumachen – beim anderen Finalisten aus der Saison 23/24 sollen weitere Punkte im Kampf um die Pre-Play-Offs gesammelt werden! Spielbeginn in Bremerhaven ist um 19:30 Uhr.

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