Stets bemüht

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Auch wenn die bisherige Bilanz gegen den Vizemeister aus Bremerhaven eher durchwachsen war, hatte man im vorletzten Heimspiel der Saison die leise Hoffnung, dass da doch was gehen könnte. Schließlich beendete der Gegner nur knapp 22 Stunden zuvor ein Nachholspiel gegen den direkten Konkurrenten Mannheim. Hinzu kam die weite Fahrt aus dem Norden in die Mainmetropole, die doch bei den Pinguinen für die bekannten „Busbeine“ sorgen könnte… Man hoffte umsonst – am Ende standen die Löwen bei der 2:4 (0:1, 1:0, 1:3)-Heimniederlage erneut mit leeren Händen da. Und ehrlich gesagt, konnte man zwischenzeitlich nicht erkennen, wer denn bereits am Abend zuvor im Einsatz war… 

Die Löwen, die auf Andy Welinski, Dennis Lobach, Chris Wilkie, Jussi Olkinuora, Kevin Bicker und den gesperrten Daniel Wirt verzichten mussten, zeigten dabei definitiv eines ihrer besseren Spiele in der jüngsten Vergangenheit. Der Einsatz und Kampf der ersatzgeschwächten Truppe reichte gegen einen abgezockteren, cleveren und läuferisch besseren Gegner trotzdem nicht aus. 

  • Ein Spiel sinnbildlich für diese Saison. Man tut, man macht, man ist stets bemüht – natürlich alles im Rahmen seiner Möglichkeiten, doch es zeigt, dass die Qualität in dieser Saison einfach nicht für mehr reicht. Wenn dann auch noch ein Unterschiedsspieler wie Chris Wilkie oder eine wichtige Säule in der Verteidigung wie Daniel Wirt wegfallen, so wird es mit den ganzen anderen Ausfällen äußerst schwierig. 
  • Wenn du gegen einen Gegner spielst, der nicht mal 24 Stunden zuvor auf dem Eis war und eine lange Busfahrt hinter sich hat, dann musst du diesen beschäftigen und laufen lassen. Mit ihrem Spiel machten es die Löwen den Gästen einfach – wieder mal einige Puckverluste und verlorene Zweikämpfe im eigenen Drittel, ungenaue erste Pässe und wenig Ideen beim Zone-Entry. Für einen eigenen Angriff mussten die Löwen letztendlich viel zu viel Aufwand betreiben. 
  • Cody Brenner durfte erneut von Anfang an ran und machte ein ordentliches Spiel. Mehrfach rettete der Frankfurter Schlussmann in höchster Not. Mit einer Fangquote von 91,31% belegt er im ligaweiten Vergleich Platz vier – hinter den beiden Schlussmännern aus Bremerhaven, sowie Christian Heljanko (ERC Ingolstadt), der jedoch bisher erst vier Spiele absolvierte. Beim Gegentorschnitt liegt Brenner (2,54) auf Platz 11.
  • Nach einigen Spielen für den EC Bad Nauheim durfte Lua Niehus endlich wieder das Löwen-Trikot überstreifen. Die Spielpraxis tat ihm gut – Niehus zeigte ein sehr solides Spiel und haute sich in jeden Zweikampf rein, seine Giftigkeit ging einigen Pinguins sichtbar auf die Nerven. Krönen konnte er seine Leistung mit seinem zweiten Scorerpunkt der Saison, als er Carter Proft zum zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer auflegte. 

Was soll man sagen…?! Eine bessere Ausgangsposition für die letzten Spiele hat man nicht erst in den letzten Partien verspielt und noch immer haben es die Löwen in der eigenen Hand. Trotzdem wirkt es so, als hätten die Frankfurter von allen Klubs im Kampf um die Pre-Play-Offs die schlechteste Form. Mit einem Sieg am Freitag beim direkten Konkurrenten Schwenningen könnte es für die letzten Spiele schon wieder ganz anders aussehen, dafür braucht es eine konzentrierte Leistung über die volle Spielzeit – Spielbeginn ist um 19:30 Uhr! 

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